Umsatzsteuererklärung für Ihre PV Anlage






Lieber Kunde,

seit es bei PV Anlagen die Möglichkeit des Eigenverbrauches gibt, ist es nicht mehr unbedingt so einfach, die ganze Thematik selber für die jährliche Steuererklärung aufzubereiten.

Viele Kunden haben dies deshalb an den Steuerberater abgegeben, der dies sicherlich auch korrekt und gut macht.

Da aber nicht alle Kunden Ihre Steuererklärung mit einem Steuerberater machen und die Thematik an sich doch bei einer PV Anlage noch relativ simpel ist haben wir ein wenig gesucht und die „Steuererklärung auf dem Bierdeckel“ gefunden, sprich ein Excel Tool, welches mit relativ geringen (einmaligen!!) Kosten (unter 50 €, die Sie dann auch wieder absetzen können) dem Anlagenbetreiber das jährliche oder auch monatliche Aufstellen der Umsatzsteuererklärung und der photovoltaikrelevanten Einkommenssteuer ermöglicht.

Infos zur Vorgehensweise bei Eigenverbrauch:

Das steuerliche Regelwerk für PV-Anlagen mit Direktverbrauch und Überschusseinspeisung ist kompliziert. Umsatzsteuer und Einnahmen müssen aus unterschiedlichen Grundwerten ermittelt werden. Abschlagszahlungen und Abrechnungen mit unterschiedlichen Begriffen je nach Stromversorger erschweren die Sachlage zusätzlich. 

Auf der Suche nach einer einheitlichen Vorgehensweise, die sich mit den Informationen aller Netzbetreiber verwirklichen lässt, ergibt sich folgende Vorgehensweise:  

Laufende Umsatzsteuer-Voranmeldungen und Umsatzsteuer-Zahlungen:

Der Anlagenbetreiber verbucht zunächst nur die tatsächlich erhaltenen Abschlagszahlungen (jeweils Nettobetrag und erhaltene Mehrwertsteuer). Daraus wird die fällige Umsatzsteuer und von diesen Beträgen im gleichen Zeitraum die bezahlte Vorsteuern abgezogen. Diese Zahlen werden als Umsatzsteuer-Voranmeldungen übermittelt. 

Eine Ausnahme davon bildet nur der Monat der Jahresabrechnung. Hier fallen neben der Verbuchung des Abschlagsbetrages noch die Anteile Eigenverbrauch an. Der Anteil für Eigenverbrauch ist umsatzsteuerpflichtig, weil die Umsatzsteuer aus der Gesamtmenge des produzierten Stroms fällig wird.

Jahresumsatzsteuer:

Einmal im Jahr erstellt der Netzbetreiber die Abrechnung für den gesamten Bezugszeitraum. Diese Abrechnungen können sich in ihrem Inhalt je nach Inbetriebnahme der Anlage 
unterscheiden. Entsprechend kann auch die Ermittlung der benötigten Zahlen unterschiedlich sein.  

a) Anlagen mit Inbetriebnahme bis zum 31.03.2012:
Der Netzbetreiber gibt in der Jahresabrechnung sowohl die Mengen des ins Netz 
eingespeisten Stroms als auch die Menge des direkt verbrauchten Stroms (Eigenverbrauch) an. 
Der dort vermerkte Abzugsbetrag für Eigenstrom (netto), auch „Eigenverbrauch“, „Verrechnungsleistung“ oder „virtuelle Rücklieferung“ genannt.
Wenn die Ablesung der Zahlen zum 31.12. erfolgt, kann es sein, dass die Abrechnung nicht bis zum 10. Januar bei Ihnen eintrifft. Dann können Sie den Umsatzsteueranteil des Eigenverbrauchs in der Umsatzsteuer-Voranmeldung für den Dezember nicht berücksichtigen. 
Folgende Möglichkeiten haben Sie in diesem Fall:  a) Sie  können Sie nach dem Eintrag der Eigenverbrauchsdaten eine berichtigte Umsatzsteuer-Voranmeldung für Dezember ans Finanzamt senden  oder  b) später in der Umsatzsteuer-Jahreserklärung die richtigen Zahlen angeben. 

b) Anlagen mit Inbetriebnahme nach dem 31.03.2012:
Es kann sein, dass bei Anlagen nach dem 31.03.2012 kein Erzeugungszähler mehr zur Messung der gesamten erzeugten Strommenge verbaut wurde und der jeweilige Netzbetreiber in seiner Jahresabrechnung nur den ins Netz eingespeisten Strom berücksichtigt. 
Dann müssen Sie als Unternehmer dafür sorgen, dass die steuerrelevanten Daten des Eigenverbrauchs, also die Anzahl der direkt verbrauchten Kilowattstunden, auf andere zuverlässige Weise ermittelt werden: 
Vom Wert eines eigenen Erzeugungszählers oder dem des Gesamtzählers im Wechselrichter wird die Anzahl der eingespeisten Kilowattstunden abgezogen.   
Um den Abzugsbetrag für Eigenverbrauch zu berechnen, nimmt man die ermittelte kWh-Anzahl mit dem Einspeisewert mal (weil für Eigenverbrauch ja keine Vergütung mehr erfolgt). 

Gültig für alle Anlagen:
Eine in der Abrechnung angegebene Nachzahlung bzw. Rückzahlung wird mit Nettobetrag und Umsatzsteuer verbucht (Rückzahlungen mit Minuszeichen).  
Aber: Diese Zahlung erfassen Sie bei einer Abrechnung zum 31.12. erst im neuen Jahr zum Datum des Geldflusses.   

Einnahmenermittlung:
Die Einnahmen aus dem Betrieb der PV-Anlage setzen sich zusammen aus   den Abschlägen eines Jahres   der Abschluss-Zahlung bzw. Rückzahlung  erhaltener Umsatzsteuer,   steuerfreien Einnahmen und   Rückzahlungen vom Finanzamt.   

Als Besonderheit bei Eigenstromanlagen muss hier noch der Wert der Sachentnahme des eigenen Stroms hinzukommen.  

Hier ist zu beachten, dass seit dem Jahr 2012 die Finanzämter vermehrt darauf dringen, den sog. Teilwert des Stroms, bzw. in Vereinfachung den aktuellen Strompreis pro kWh anzusetzen. Sie geben sich immer öfter nicht mehr mit dem Unterschiedswert im Vergleich zur Mehrversteuerung bei Einspeiseanlagen (den sog. Opportunitätskosten von 16,38 ct/kWh) zufrieden.  Der Wert der Sachentnahme (berechnet aus Anzahl der Eigenverbrauchs-kWh und kWh-Wert erscheint im  Einnahmenteil der Einnahmen-Überschussrechnung.  


Link zum Tool „Excel Steuererklärung PV Anlage auf dem Bierdeckel“:

www-pv-steuer.de  (beiliegend die Freeware OHNE Eigenverbrauch zum Experimentieren)

TIP: Gerne helfen wir bei der erstmaligen Erfassung der Anlagendaten, sprechen Sie uns an.



Impressum

Firmenanschrift
Geschäftsführer
Helisol | Solares Bauen
Dipl. Ing. Erik Liebert
Auf Bösselhagen 16 a

D-31515 Wunstorf

Tel.: 05031-972328

Fax.:05031-972329

Email: info@helisol.de

Internet: www.helisol.de




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